Sonnensystem
Planeten 1.Q 2012
Aktuelles zu den Planeten
MERKUR: Bis etwa am 10. Januar kann man Merkur kurz am Morgenhimmel beobachten, sowohl teleskopisch tagsüber ca. 20 Grad rechts von der Sonne (Vorsicht Sonne). Die Helligkeit ist etwa 0.4 mag. Ab etwa 22. Februar bis etwa Mitte März kann man Merkur kurz am Abendhimmel beobachten. Die Helligkeit geht von 1.2 mag auf 1.3 mag zurück. Während der übrigen Zeit bleibt Merkur unsichtbar.
VENUS: Sie kann die ganze Periode als Abendstern gesehen werden und baut ihre Sichtbarkeitsperiode kräftig aus. Anfang Januar ist sie zweieinhalb Stunden sichtbar, Ende März sogar über vier Stunden, dann bis etwa Mitternacht. Teleskopisch kann man Venus links von der Sonne auch tagsüber aufsuchen. Am 27.März erreicht sie mit 46 Grad Winkelabstand ihre größte östliche Elongation von der Sonne. Die Helligkeit steigt von 4.0 mag auf 4.5 mag Ende März. Das Venusscheibchen wird immer größer und schmaler. Venus nähert sich jetzt der Sonne, vor der sie am 6. Juni als "Venus-Transit" vorüberziehen wird; nach 2004 zum letzten Mal für uns heute Lebenden beobachtbar. Dieses äusserst seltene Naturschauspiel wird erst in hundertfünfeinhalb Jahren wieder stattfinden. Ende März beträgt der Durchmesser 25“ und Venus ist dann halb beleuchtet. Am 15. März überholt Venus Jupiter in drei Grad nördlichem Abstand. Mond bei Venus am 26. Januar, 26. Februar und 26. März.
Hier das Beobachtungsblatt Merkur und Venus als pdf
MARS befindet sich im östlichen Teil des Löwen und kommt am 3. März in Opposition zur Sonne. Anfang Januar geht Mars um 22:30 auf und verfrüht nachher seine Aufgänge, so dass er Anfang März die ganze Nacht sichtbar ist und sich dann allmählich vom Morgenhimmel zurückzieht. Da sich der Rote Planet in der Nähe seiner sonnenfernsten Position befindet, fallen sowohl die Helligkeit mit -1.2 mag als auch der Durchmesser von 13.9“ bescheiden aus. Im Jahre 2018 wird Mars am 27. Juli über vier Mal heller und der Scheibendurchmesser etwa 24“ betragen. Trotzdem lohnen sich Beobachtungen durch das Teleskop, weil sich Mars im Gegensatz zu 2018 in hohen Ekliptikgegenden befindet und weniger Gefahr besteht, dass Sandstürme in der Marsatmosphäre die Sicht auf die Oberfläche trüben. Mond bei Mars am 14. Januar, 10. Februar und 8. März.
JUPITER: Der Riesenplanet bewegt sich rechtläufig durch den Widder und kann noch die ganze Periode am Abendhimmel gesehen werden, obwohl er immer früher untergeht. Die Helligkeit sinkt von 2.6 mag auf 2.0 mag. Er erreicht seine Konjunktion erst im Mai. Der Mond steht am 3. Januar, 27. Februar und 26. März bei Jupiter. Siehe auch unter Venus.
Angaben zu den Stellungen der Jupitermonde ist unter der Rubrik Almanach zu finden.
SATURN: Der Ringplanet befindet sich in der Jungfrau in der Nähe von Spica. Die Aufgangszeiten verfrühen sich von 02:10 Uhr auf 20:55 Uhr Ende März. Er kommt erst im April in Opposition zur Sonne. Die Ringöffnung beträgt jetzt ca. 14 Grad, und somit sieht der Ring im Fernrohr schon weiter geöffnet aus. Die Helligkeit ist etwa 0.4 mag. Am 16. Januar, 13. Februar und 11. März steht der Mond bei Saturn.
Angaben zu den Stellungen der Saturnmonde ist unter der Rubrik Almanach zu finden.
URANUS: Dieser Planet kann am Abendhimmel noch bis etwa Mitte Februar mit optischen Mitteln in den Fischen beobachtet werden. Am 10. Februar zieht Venus nur 20’ nördlich an Uranus vorbei und kann somit als Hilfe zum Aufsuchen dienen. Uranus' Helligkeit beträgt 5.9 mag. Während der übrigen Periode bleibt er unsichtbar.
NEPTUN: Der äusserste der grossen Planeten Planet kann allenfalls noch in den ersten Januar-tagen mit optischen Hilfsmitteln im Steinbock beobachtet werden. Die Helligkeit beträgt 8.0 mag. Während der übrigen Zeit bleibt Neptun unsichtbar.

